Posterwalk: Ökozentren und Naturparke aus Österreich und der Slowakei im Dialog
Rund 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Österreich (Niederösterreich und Burgenland) und der Slowakei konnten von DI Sylvia Hysek vom Service Europa der NÖ Dorf-& Stadterneuerung begrüßt werden. Ziel war es, die Einrichtungen und ihre Projekte vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und Möglichkeiten für künftige Kooperationen auszuloten. Bgm. Wolfgang Gaida zeigte sich in seinen Grußworten sichtlich stolz darauf, dass seine Gemeinde als Veranstaltungs- und Exkursionsort ausgewählt worden war. Mit dabei waren im Rahmen des „Posterwalks“: Biosphärenpark Wienerwald, Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn, Auring, der Schulraum Ekoucebna, Stadtwälder Bratislava, EC Čunovo, Zivica, Marchegg, March-Thaya-Zentrum Hohenau sowie Naturpark Rosalia Kogelberg.
Walking Excursion: Lernen, erleben und gemeinsam gestalten
Wie vielfältig Natur- und Umweltbildung sein kann, zeigte die Fachexkursion durch Hohenau.
Station 1 der Fachexkursion übernahm Mag. Dr. Johannes Bouchal AZ Pollen Research GmbH (Stockerau), der das Projekt PollenCare (INTERREG Austria – Hungary) präsentierte. Dabei geht es um die Berücksichtigung hinsichtlich Pollenbelastung und Blühzeiten geeigneter Pflanzarten bei der Gestaltung von klimaresilienten Ortskernen und Grünanlagen in Gemeinden.
Station 2 war danach die Besichtigung des March-Thaya Zentrums vor Ort als Beispiel für einen ökologisch orientierten Holzbau mit Vogelschutzglas und der Ausstellung zu den March-Thaya-Auen. Im Park stehen naturnahe Räume zur Begegnung und Maßnahmen zur Klimaanpassung im Mittelpunkt – vorgestellt von Bgm. Gaida persönlich.
Station 3: DI Ute Nüsken vom Verein AURING Hohenau entführte die Exkursionsgruppe zu den nahe an den Ort gelegenen Absetzbecken der ehemaligen Zuckerfabrik – einstige Industrieflächen und deren ökologische Entwicklung sowie deren Potenzial für Naturerlebnis, Regionalentwicklung und Tourismus. Seit genau 40 Jahren betreibt der Verein Auring hier Umweltbildung für Schulen und Interessierte und forciert die Lenkung von Besucherinnen und Besucher in sensiblen Naturräumen im Sinne eines nachhaltigen Tourismus.

Die Beispiele verdeutlichten, wie Ökozentren und Naturparke Wissen vermitteln, Natur erlebbar machen und zugleich Impulse für eine nachhaltige Gemeinde- und Regionalentwicklung geben. Viele der beteiligten Einrichtungen bieten Möglichkeiten für Exkursionen, Bildungsangebote und Naturerlebnisse.
Aus Austausch sollen gemeinsame Initiativen werden
Beim anschließenden Runden Tisch ging es darum, aus den ersten Kontakten konkrete Kooperationen zu entwickeln. Erste Synergien zwischen den verschiedenen Ökozentren und Naturparks konnten festgehalten werden.
Eine wichtige Voraussetzung dafür sind geeignete grenzüberschreitende Förderungen. Vertreter des Interreg-Kooperationsprogramms Slowakei–Österreich und des Service Europa der NÖ Dorf- & Stadterneuerung informierten über Förderangebote für grenzüberschreitende Projekte. Vorgestellt wurde unter anderem der Kleinprojektefonds Österreich–Slowakei, der gemeinsame Vorhaben auch mit überschaubarem Budget ermöglicht. Für Kleinprojekte mit einem Gesamtbudget von bis zu 40.000 Euro können laufend Fördermittel beantragt werden. Die nächste Einreichfrist geht bis 8. Februar 2027. Infos unter: https://www.dorf-stadterneuerung.at/angebot/europa/
Gemeinsam können grenzüberschreitend neue Projekte für eine lebenswerte klimaresiliente Region entstehen und ihren Bewohnern und Besuchern wertvolle Einblicke vermitteln.
Das Projekt RegioCap SK-AT unterstützt bei der grenzüberschreitenden Vernetzung und wird aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert. https://www.sk-at.eu




