Grenzüberschreitendes Kleinprojekt verbessert den Schutz von Störchen, Adlern und anderen Großvögeln
„Greifvögel und Störche ohne Grenzen“ ist eines der ersten Projekte des wieder eingeführten Kleinprojektefonds Slowakei–Österreich im Rahmen des Interreg-Programms SK-AT. Umgesetzt wird es vom Verein AURING – Biologische Station Hohenau-Ringelsdorf gemeinsam mit SOS/BirdLife Slovensko. Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit von Ornithologinnen und Ornithologen, Naturschützerinnen und Naturschützern sowie lokalen Akteurinnen und Akteuren beiderseits der March. Denn was Störche, Adler und andere Vögel selbstverständlich tun, soll auch im Naturschutz funktionieren: Grenzen überwinden.
Im Mittelpunkt stehen Weiß- und Schwarzstorch, See- und Kaiseradler sowie weitere Greifvögel, Eulen- und Krähenarten der Marchauen. Erstmals werden ausgewählte Vogelarten nach einer gemeinsamen Methodik grenzüberschreitend erfasst. Eine eigens entwickelte App unterstützt die einheitliche Dokumentation der Brutnester im Gelände und erleichtert die Zusammenarbeit ebenso wie die langfristige Beobachtung der Bestände. Auch Beobachtungen interessierter Laien können dadurch einfacher in die Datenerhebung einfließen.
App-Test und Jungstörchebeobachten in Marchegg
Bei einer gemeinsamen Begehung im Schlosspark Marchegg stellte AURING-Obmann und Landschaftsökologe Thomas Zuna-Kratky den Vertreterinnen des Kleinprojektefonds die neue Kartierungsmethode und die unterstützende App vor. Zahlreiche Storchennester und andere Großvögel konnten direkt vor Ort gesichtet werden. Die App ermöglicht unter anderem eine einheitliche Nummerierung aller Nester und erleichtert damit die Dokumentation von Veränderungen – etwa wenn neue Horste entstehen oder bestehende verschwinden. Besonders spannend war die unmittelbare Beobachtung der Storchenfamilien: Während seit der letzten Erfassung bereits die ersten Jungstörche ausgeflogen waren, trainierten ihre Geschwister noch eifrig mit Flügelschlagen im Nest.

Die Ergebnisse des Projekts wird der AURING bei einer grenzüberschreitenden Informationsveranstaltung gegen Jahresende präsentieren.



Vielfalt des Kleinprojektefonds
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie vielfältig die Themen des Kleinprojektefonds sein können. Mit vergleichsweise kleinen Fördermitteln entstehen grenzüberschreitende Initiativen, die einen nachhaltigen Beitrag zwischen den Regionen leisten: https://noeregional.at/europa/
Kleine Projekte einreichen
Wer Interesse an einem grenzüberschreitenden Kleinprojekt bekommen hat, kann jederzeit einreichen. Um in die nächste Genehmigungsrunde des Kleinprojektefonds SKAT zu gelangen, gilt folgende Einreichfrist:
Montag, 5.10.2026, 15:00
Die Beraterinnen des Kleinprojektefonds unterstützen Interessierte gerne bei Fragen zur Partnersuche, Projektentwicklung und Antragstellung. Die Kontaktdaten finden Sie hier.
Der Kleinprojektefonds SK-AT wird aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert. https://www.sk-at.eu
Text teilweise verbessert mit ChatGPT.

