Am Donnerstag, den 25. Juni stand für die Kinder der Volksschule Rastenfeld ein besonderer Programmpunkt an: unsere „Mobilitätsschule“. Das Mobilitätsmanagement Niederösterreich gestaltete in enger Kooperation mit der NÖVOG einen spannenden und lehrreichen Vormittag. Begleitet wurde die Aktion von Viktoria Grünstäudl, der KLAR!-Managerin und Mobilitätsbeauftragten von Rastenfeld. Im Fokus des Workshops stand der Öffentliche Verkehr und die Frage, wie dieser sicher für den täglichen Schulweg oder in der Freizeit genutzt werden kann.
Von der Theorie in die Praxis: Fahrpläne lesen und Busfahren
Der Workshop war in zwei Teile gegliedert. Im ersten, theoretischen Teil erforschten die Schülerinnen und Schüler bei einem interaktiven Stationsbetrieb die Welt der Mobilität. Sie lernten nicht nur den Umgang mit modernen, digitalen Routenplanern, sondern auch das Lesen analoger Fahrpläne und Haltestellenaushänge. Das sind wichtige Grundkompetenzen für ihren bevorstehenden Alltag nach Schulwechsel in Mittelschule oder Gymnasium.
Anschließend folgte das Highlight des Tages: der Praxistest. Die Gruppe machte sich gemeinsam auf den Weg und fuhr mit dem Linienbus von Rastenfeld nach Zwettl, um das Gelernte direkt anzuwenden.
Vorschau auf den Herbst: Die neue Elternhaltestelle
Bereits auf dem Weg zur Bushaltestelle gab es für die Kinder ein wichtiges neues Detail im Straßenbild zu entdecken. Hanna Gratzer und Viktoria Grünstäudl stellten den Schülerinnen und Schülern die neue „Elternhaltestelle“ vor, die pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres im Herbst eingeweiht wird.
Dabei handelt es sich um eine eigens ausgewiesene Haltestelle – rund 200m vom Schulgebäude entfernt – damit die Kinder zumindest die letzten Meter zu Fuß und selbstständig in die Schule gehen. Bei der Elternhaltestelle können Eltern ihre Kinder im Auto sicher ein- und aussteigen lassen und dann ihren Weg fortführen. Das Konzept hat einen großen Vorteil: Es entlastet das oft unübersichtliche Verkehrsaufkommen („Elterntaxis“) direkt vor dem Schultor und macht das unmittelbare Schulumfeld für alle Kinder um ein Vielfaches sicherer.
Der erfolgreiche Aktionstag zeigte einmal mehr, wie wichtig frühzeitige Bewusstseinsbildung für eine selbstbestimmte und sichere Mobilität der jüngsten Verkehrsteilnehmer ist.


