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KPF - Kleinprojektefonds AT-CZ

Grenzen verbinden: Euregio Silva Nortica setzt mit neuem Schwung auf starke Partnerschaften und Kleinprojekte

Hirschenwies, 22. Juli 2026 – Im Kristallium in Hirschenwies startete die Euregio Silva Nortica mit neuem Elan in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Nach mehr als einem Jahr traff sich der Euregio-Ausschuss nach den personellen Änderungen auf tschechischer Seite erstmals wieder. Die Vertreterinnen und Vertreter aus dem Waldviertel und Südböhmen nutzten das Treffen, um aktuelle Projekte zu besprechen und die Weichen für die weitere Zusammenarbeit zu stellen. Im Mittelpunkt: Best practice Projekte, die gemeinsame Geschichte der Glasproduktion und die Nutzung des Kleinprojektefonds, auch im Hinblick auf die NÖ Landesaustellung 2028 und Kulturhauptstadt Budweiß.


Euregio Silva Nortica: Waldviertel und Südböhmen

Die Euregio Silva Nortica lebt vom Engagement beider Seiten für die Grenzregion. Zwei- bis dreimal pro Jahr treffen einander die österreichischen und tschechischen Vertreterinnen und Vertreter, um gemeinsame Initiativen auf den Weg zu bringen.

Symbolisch sehr nah der tschechisch-österreichischen Grenze und am Standort eines der vielen grenzüberschreitenden Projekte fand das Euregio-Treffen in Hirschenwies statt. Im Kristallium konnten die VertreterInnen der Euregio Silva Nortica die über 100 Jahre lange Tradition und die moderne Glasherstellung „mit allen Sinnen“ kennenlernen.

Vorsitzende BR Bgm. Margit Göll und der stellvertretende Vorsitzende Bgm. Michal Kozár unterstrichen, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist, gerade mit Blick auf die Niederösterreichische Landesausstellung 2028 „Wasserwelt Waldviertel“ sowie Budweis als Europäische Kulturhauptstadt 2028. Diese Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit liegt auch dem neuen Obmann der tschechischen Seite, dem Stellver. Hauptmann des Südböhmischen Kreises David Štojdl am Herzen.

Umsetzung mittels Kleinprojektefonds

Dabei können die Kleinprojektefonds einen wichtigen Beitrag leisten. Sie ermöglichen Vereinen und Gemeinden, gemeinsame regionale Projekte beiderseits der Grenze umzusetzen. Sie können den Austausch zwischen den Regionen stärken und gleichzeitig auch einen nachhaltigen Beitrag rund um die NÖ Landesausstellung 2028 und Budweis als Europäische Kulturhauptstadt leisten.

Die Kleinprojektefonds laufen bereits auf Hochtouren und Südböhmen und Niederösterreich, v.a. auch das Waldviertel sind besonders engagiert. „Am 29.6 wurden insgesamt 39 Projekte eingereicht, davon 27 im Bereich People-to-People und 12 in Kultur und Tourismus; informierte der neue Direktor von Jihočeská Silva Nortica Luděk Fráně.

Wie erfolgreich diese Zusammenarbeit bereits funktioniert, zeigen aktuelle Projekte der Kleinprojektefonds.

Aktuelle Beispiele aus dem Kleinprojektefonds

„GLAS: Region-Faszination-grenzenlos“: Die Präsentation des Themas Glas gegenüber der breiten Öffentlichkeit läuft aktuell im Rahmen dieses gerade genehmigten People-to-People Kleinprojektes, das vom Tourismusverein Moorbad Harbach in der Zusammenarbeit mit der tschechischen Gemeinde Horní Stropnice umgesetzt wird. Veranstaltungen, eine Wanderung und Erlebnisangebote machen das grenzüberschreitende kulturelle Erbe für Schulen und die Öffentlichkeit erlebbar.

Ein weiteres Beispiel ist das genehmigte Kultur und Tourismus Kleinprojekt „Graselwege 2026-2027 – Entwicklung des touristischen Angebots in der tschechisch-österreichischen Grenzregion Tschechisch-Kanada/Thayaland“, das vom Spolkový dům Slavonice mit dem Partner Zukunftsraum Thayaland umgesetzt wird. Ziel ist es, den nachhaltigen Tourismus durch die Modernisierung der insgesamt 8 Grasel-Rundwanderwege zu stärken. V.a. Familien werden z.B. mit einem zweisprachigen „Suchbuch“ angesprochen und  eine Entwicklungsstrategie für die nächsten 10 Jahre erstellt.

Jetzt Kleinprojekte einreichen

Derzeit ist ein idealer Zeitpunkt, Ideen zu entwickeln und einen Partner in Tschechien zu suchen, denn die Frist für die 7. Einreichrunde von Kleinprojekten läuft noch bis 19. Oktober 2026.

„Für qualitativ hochwertige Projektanträge ist die gute Beratung entscheidend“, betonten die Mitglieder des Ausschusses. Für Unterstützung bei Projektpartnersuche und Projekteinreichung stehen der Verwalter Silva Nortica und seine Regionalpartner bereit. Informationen bietet die Website: https://noeregional.at/europa-projekte/kleinprojektefonds-kpf/ und https://noeregional.at/europa-projekte/kpf-at-cz-kultur-tourismus/

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Berichtet wurde auch über das Interreg-Projekt „plants4cooling“, in dem heuer klimafitte Pflanzungen in 12 Euregio-Gemeinden (6 in Tschechien: Jílovice, Slavonice, Studená, Mladá Vožice, Český Rudolec und Jindřichův Hradec und 6 im Waldviertel: Gmünd, Schrems, St. Martin, Gföhl, Rastenfeld und Langau) umgesetzt wurden.

Das neu gestaltete Team der Euregio Silva Nortica trat somit am 22. Juli 2026 sehr positiv und mit neuen Projektideen in eine weitere Etappe der Zusammenarbeit.

Vertreter der Euroregion Silva Nortica informierten sich im Kristallium in Hirschenwies über die Tradition der Glasherstellung, die moderne Glasproduktion sowie die touristische Präsentation dieses Themas im Rahmen bereits umgesetzter und geplanter Projekte (vlinre): Luděk Fráně, Direktor der Jihočeská Silva Nortica & ERSN-Sekretariat; BR Bgm. Margit Göll, Vorsitzende ERSN, Bgm. von Moorbad Harbach; Martina Petrová, Fachberaterin Hautpregion Waldviertel der NÖ.Regional; Bgm. Michal Kozár, stellv. Vorsitzender ERSN & Bgm. der Stadt Jindřichův Hradec; NR Lukas Brandweiner, stellv. Vorsitzender ERSN

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