Nach der vierten Klasse Volksschule ändert sich für die Volksschulkinder vieles – auch der tägliche Weg zur weiterführenden Schule. Damit die Kinder auf ihren zukünftigen Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut vorbereitet sind und sicher von A nach B gelangen, besuchte das Mobilitätsmanagement Niederösterreich mit ihrem Projekt Mobilitätsschule die Volksschule Gaubitsch. Neben der Suche nach passenden Öffi-Verbindungen, wurde die selbständige Nutzung und das richtige Verhalten vor und in den Öffis in den Fokus gestellt. Die Volksschule Gaubitsch nahm als erste Schule im Weinviertel daran teil.
Mobilitätspass als Starthilfe zum Öffi-Profi
Am Anfang stand das Fahrplanlesen: Kinder lernten mit Hilfe eines sog. „Mobilitätspasses“ spielerisch analoge Fahrpläne der NÖVOG zu lesen. Danach übten sie mit Routing-Diensten von ÖBB und Leopoli.info ihre Wege zu planen. Die kindgerechte Aufbereitung hilft dabei, wichtige Inhalte selbstständig zu erfassen. So bekommen die Kinder ein Bewusstsein für die sichere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Der Entwicklung zum “Öffi-Profi” steht damit nichts mehr im Weg.
Busfahrt zum Bahnhof Laa an der Thaya
Nach dem ausführlichen Theorieteil ging es zu Fuß zur Bushaltestelle und von dort weiter zum Bahnhof nach Laa an der Thaya. Unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit wurde den Kindern das richtige Verhalten vor einer Bushaltestelle, am Gleis sowie das Bahnhofsleitsystem erklärt. Wo findet man Fahrpläne und Abfahrtszeiten? Was bedeuten diverse Beschilderungen und Bahnsteigmarkierungen? Auf solche und weitere Fragestellungen konnte vor Ort anschaulich und praxisnah eingegangen werden. Nach dem Aufenthalt am Bahnhof und einer kleinen Jause ging es für die Kinder weiter zum Gymnasium in Laa an der Thaya. Die erste Mobilitätsschule endete für die kleinen Öffi-Experten dann wieder an der Bushaltestelle in Gaubitsch.
Mobilitätsbeauftragte der Gemeinde Gaubitsch Theresa Kraft freut sich über die gelungene Mobilitätschule und betont: “Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler ihren Schulweg sicher und selbständig im Alltag meistern können. Weniger Elternverkehr ist dabei ein zusätzlicher Benefit.”
