Aktive Mobilität im Fokus: Hackathon der regioWerkstatt liefert frische Ideen für Niederösterreich
Unter dem Motto „Von A nach B: Kurze Wege, aber das Auto bleibt die erste Wahl“ stand der Hackathon der regioWerkstatt an der Universität für Weiterbildung Krems. Die NÖ.Regional brachte dabei ihre Expertise aus den Fachbereich Europa und dem Mobilitätsmanagement NÖ ein – so konnte im Rahmen des Interreg SK‑AT‑Projekts „Building Regional Innovation Ecosystems (BRIE)” eine kreativer Raum geschaffen werden, in dem Studierende, Alumni, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Verwaltung gemeinsam an Lösungen für reale Herausforderungen aus der Region arbeiteten.
Warum bleiben kurze Wege oft ungenutzt?
In vielen niederösterreichischen Regionen wurde in den vergangenen Jahren in Rad- und Fußwege investiert. Neue Verbindungen, sichere Routen und attraktive Angebote stehen bereit. Dennoch zeigt sich ein bekanntes Muster: Selbst kurze Alltagswege werden häufig weiterhin mit dem Auto zurückgelegt.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben infrastrukturellen Fragen spielen vor allem Gewohnheiten, fehlendes Bewusstsein und mangelnde Motivation eine Rolle. Bewegung ist im Alltag vieler Menschen nicht ausreichend verankert – und aktive Mobilität wird oft schlicht nicht mitgedacht.
Zwei Tage, viele Perspektiven – und ein gemeinsames Ziel
Im intensiven, interdisziplinären Austausch entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb von zwei Tagen kreative Ansätze, um aktiver Mobilität mehr Sichtbarkeit und Bedeutung zu geben. Das Ergebnis: ein Projekt, das Bewegung im Alltag neu denkt.



All(e) TAG’ unterwegs“ – ein Projekt, das in Bewegung bringt
Aus dem Hackathon ging die Idee „All(e) TAG’ unterwegs“ hervor. Das Projekt bündelt unterschiedliche Maßnahmen, die Menschen motivieren sollen, ihre Alltagswege bewusster und aktiver zu gestalten. Dazu gehören:
- Digitale Tools, die gute Mobilitätslösungen und kurze Wege in der Region sichtbar machen
- Unterstützungsangebote für Schulen, etwa bei der Organisation von Radfahrten zu Ausflugszielen
- Niederschwellige Aktionen, die Bewegung spielerisch in den Alltag integrieren
Das Projekt zeigt: Kleine Impulse können große Wirkung entfalten, wenn sie gut vernetzt und regional verankert sind.
Aus der Werkstatt in die Region: Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional macht weiter
Der Hackathon war erst der Anfang. Die vielen Ideen und Lösungsansätze werden nun vom Mobilitätsmanagement Niederösterreich weiterentwickelt und in die Regionen getragen. Ziel ist es, die entstandenen Konzepte nachhaltig zu verankern und gemeinsam mit Gemeinden, Schulen und regionalen Partnern umzusetzen.
Aktive Mobilität ist mehr als ein Trend – sie ist ein Schlüssel für lebenswerte, gesunde und klimafitte Regionen. Der Hackathon hat gezeigt, wie viel Potenzial in gemeinsamer Kreativität steckt. Und Niederösterreich ist bereit, dieses Potenzial zu nutzen.
